Bei der quantitativen Progesteronbestimmung wird ein exakter Wert bestimmt, so dass der Progesteronanstieg optimal verfolgt und der Eisprung eindeutig diagnostiziert werden kann. Oft ist die zeitliche Verzögerung von der Blutentnahme über den Versand der Probe bis zum Auswerten des Blutes im Labor recht groß, sodass es für viele Praxen nicht durchführbar ist. Daher bieten wir Ihnen mit unserem neuen Laborgerät (MiniVidas) eine quantitative Progesteronbestimmung in nur 1 ½ Stunden nach der Blutabnahme an.

Für die Arbeit mit Tiefgefriersamen ist die quantitative Progesteronbestimmung zwingend notwendig.


Die semiquantitative Progesteronbestimmung ist deutlich ungenauer  und ermöglicht nur in Kombination mit der Vaginoskopie und Vaginalzytologie eine optimale Diagnostik. Bei der semiquantitative Progesteronbestimmung wird ein Schnelltest in der Praxis durchgeführt, der als Ergebnis einen Farbwert anzeigt. Dieser Farbwert wird mit den Herstellerangaben verglichen und dann den Läufigkeitsprozessen (A - D) zugeordnet.


<1,0 ng/ml = Follikelreifung

1,0 bis 2,5 = LH-Anstieg

2,5 bis 5,0 ng/ml = präovulatorische Luteinisierung bis Ovulation

>5,0 ng/ml = Ovulation und Gelbkörperanbildung





Besamungszeitpunkt
Die Bestimmung des Besamungszeitpunktes ist die entscheidende Voraussetzung für eine erfolgreiche Besamung.

Hierfür werden drei wichtige Untersuchungsmethoden herangezogen:

                                  1. Vaginoskopie
                                  2. Vaginalzytologie
                                  3. Progesteronbestimmung
1. Die Vaginoskopie
Bei der Vaginoskopie erfolgt die Befunderhebung an der Scheidenschleimhaut. Beurteilt wird die Ödematisierung, die Faltenbildung, die Farbe, die Feuchtigkeit der Schleimhaut und die Menge und Beschaffenheit des Läufigkeitssekretes.
Die Vaginalzytologie stellt ein empfindliches indirektes Verfahren zur Untersuchung der Follikelreifung, Ovulation und Gelbkörperanbildung an den Eierstöcken dar.
Hierfür wird während der Vaginoskopie ein Tupfer genommen und auf einem Objektträger ausgerollt, fixiert und gefärbt. Danach kann man den Ausstrich unter dem Mikroskop ansehen.
2. Die Vaginalzytologie
Anöstrus
Im Anöstrus sind die Basal- und Parabasalzellen die vorherrschenden Zellen.
Unter dem Einfluss der Östrogene, die in den Follikeln der Eierstöcke synthetisiert werden, kommt es zu einer starken Proliferation von Epithelzellen, das heißt die Scheidenschleimhaut wird mehrschichtig.
Proöstrus
Daher bestimmen im Proöstrus (Beginn der Läufigkeit bis zum Einsetzen der Duldungsbereitschaft) die Intermediärzellen und danach die Superfizialzellen das Zellbild.
Östrus
Im Östrus (Einsetzen der Deckbereitschaft bis zum Ende der Läufigkeit) findet man fast ausschließlich Superfizialzellen und Schollen.
Metöstrus
Der Metöstrus (Ende der Läufigkeit) ist gekennzeichnet durch das Einwandern von Entzündungszellen (Leukozyten) in die Scheidenschleimhaut. Das Zellbild ist gekennzeichnet durch Intermediärzellen und andere tiefe Zellen.
MiniVidas
3. Die Progesteronbestimmung
Das Hormon Progesteron kann für die Bestimmung des Eisprungs (Ovulation) herangezogen werden.
Schon zwei Tage vor dem Eisprung (beim sog. LH Peak) beginnt in den Follikeln die Bildung des Trächtigkeitsschutzhormons Progesteron. Mit dem Eisprung (Ovulation) steigt dieser Wert sprunghaft an, so dass dieser eindeutig terminiert werden kann.
Man unterscheidet die quantitative von der semiquantitativen Progesteronwertbestimmung.
                Anöstrus
                  Proöstrus
                    Östrus
                  Metöstrus
 
 
Vaginalzytologie Anoestrus
Vaginalzytologie Metoestrus
Vaginalzytologie Oestrus
Vaginalzytologie Prooestrus
Hundesamenbank Dr. Carola Möhrke